Noch bis 27.01.2019 Krentz + Lüdicke

 
 
 

Michael Fieseler, Kassel | Malerei
Jürgen Heinz, Lorsch | Plastik

01.02. – 28.04.2019

Vernissage: Freitag, 01. Februar 2019 – 19 Uhr
Klassische Gitarre mit Rainer Rueppell

 
Michael Fieseler: "Promised Land I", 140 x 210 cm
 

MICHAEL FIESELER

Michael Fieselers Thema ist das 19. Jahrhundert. Eine Zeit größter Gegensätze: Rauschhaftes, irrationales Sehnen und Fühlen sowie präzise, beweisbare, objektive Wissenschaft; das letzte Aufbäumen feudaler Macht und das gleichzeitige Wachsen bürgerlicher und industrieller Strukturen; das Entstehen von menschenverachtender Ideologien als Religionsersatz und die gezielte Vermittlung, Organisation und Schaffung beweisbaren, objektiven Wissens in Schulen und Universitäten.

Es ist die Epoche, die Jürgen Osterhammel in „Die Verwandlung der Welt“ so eindringlich beschrieben hat. Diese Widersprüche und Gegensätze manifestierten sich natürlich auch in den Persönlichkeiten dieser Zeit und deren Handlungen. Diese Spannung ist es, die Michael Fieseler in seinen Bildern beschreibt und lebendig werden lässt. Seine Bilder zeigen Personen oder das von ihnen Erschaffene in vorgestellten Welten.

Ein Luftschiff, beobachtet aus einem imaginären Wald, wie es ruhig und majestätisch vorüberzieht. Arne Saknussemm, eine Figur aus Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, in einer Gebirgslandschaft: Einsam und doch zielstrebig verfolgt er seinen Weg. Oder Henry Morton Stanley, der, verloren in einem Zaubergarten, Hilfe, Trost und Rettung in der Befolgung antrainierter militärischer Form sucht. Fieseler lässt offen, ob seine Bilder Idyll oder Bedrohung sind. Das entscheidet, wie überall, ausschließlich der Betrachter.

Michael Fieseler, Preisträger der Darmstädter Sezession, war Meisterschüler von Kurt Haug an der Kassler Kunsthochschule und malt auf einem von wenigen erreichtem technischen Niveau. Er entwickelt seine eigenen Themen und komponiert diese Vorstellungen mit der Sicherheit des Könners.

Arbeiten von Michael Fieseler waren 2011/ 2012 in der Kunsthalle Darmstadt in der Ausstellung “Darmstadt macht Schule”, mit Werken von Joseph Beuys, Thomas Demand, Esra Ersen, Candida Höfer, Anselm Kiefer, Justine Otto, Jaume Plensa und Sigmar Polke zu sehen.

 

JÜRGEN HEINZ

lebt in Darmstadt, arbeitet als bildender Künstler mit dem Material Stahl in seinem Atelier in Lorsch.


Seine Objekte sind reduziert und konzentriert, puristisch und muskulös. Stets getragen von einer klaren Formensprache und eleganten Textur. Der Betrachter übernimmt den subtilen Pulsschlag der Plastik und tritt ein in einen kontemplativen Wahrnehmungszustand, in dem er sich der visuellen Musikalität und lyrischen Kraft des Materials aussetzt.

Virtuos spielt der Künstler mit Gewicht und Form, Harmonien und Kontrasten, Gravitation und Schwerelosigkeit. Indem er schweren Stahl als flexible Masse inszeniert, hat Jürgen Heinz der Natur des
Materials eine neue Facette hinzugefügt. Aus "Heavy Metal" wird zarte, filigrane Kammermusik.

Seine Objekte sind kopflastig, ohne den Kopf zu verlieren. Er erschafft ausdrucksstarke Symbole der
Spannung und der befreienden Energie und vertraut der Lust und Fähigkeit des Betrachters, die vorgegebene dynamische Bewegung in der Phantasie fortzusetzen.

Die MOVING SCULPTURES von Jürgen Heinz kommunizieren mit dem Betrachter, berühren, ziehen in Bann und fordern auf zum Agieren.

 

 

 



Öffnungszeiten: Do – So, 15 – 18 Uhr

Galerie Liebau | Rhönblickstraße 63 | 36151 Burghaun | Tel.: 06652/3457
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